SIMONE MOLITOR Journal 27. Oktober 2020
„Assises culturelles“ im Schatten der Corona-Krise
Das Publikum war auf 100 Personen reduziert worden, alle anderen schauten via Live-Stream zu: In Corona-Zeiten mussten sich auch die „Assises culturelles“, die schon vor vier Monaten hätten stattfinden sollen, anpassen. Die Pandemie und ihre Auswirkungen auf den Kultursektor waren dann auch das Hauptthema der Veranstaltung, in dessen Fokus eigentlich die Umsetzung des Kulturentwicklungsplans (KEP) stehen sollte. Über den Stand der Dinge gab es wohl auch Informationen, dennoch dominierte die aktuelle sanitäre Lage mit ihren Einschränkungen die Diskussion gestern in der Philharmonie. „Da die Zahlen der Corona-Infektionen überall hochschnellen, ist auch die Live-Erfahrung wieder in Frage gestellt. Viele Theater, Kinos, Kulturzentren oder Museen in Europa bleiben geschlossen“, stellte Moderator Samuel Hamen eingangs fest und warf die Frage auf, wie man den KEP vor diesem Hintergrund sehen könne: „Soll man ihn neu und anders wertschätzen lernen, weil er eine langfristige Perspektive bietet? Oder ist er jetzt out of date?“.
„Nach vorne schauen“
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